Der Gutshof – soziotherapeutische Übergangseinrichtung

Der Gutshof – das Richtige für mich?

 

Sie sind selbst betroffen und suchen einen passenden Platz für sich im Leben? Sie wissen nicht, ob der Gutshof die richtige Einrichtung für sie sein könnte?

Folgende Fragen können Ihnen dabei helfen: 

(nach Bohus et al., 2013)

  • Haben Sie das Gefühl, dass Sie anders sind als alle anderen?

  • Haben Sie das Gefühl, dass Sie nicht dazu gehören?

  • Sind Sie empfindlicher und sensibler, als die meisten anderen die Sie kennen?

  • Haben Sie je erlebt, dass Ihre Gefühle schmerzen und dass die innere Anspannung unerträglich wird?

  • Können schon Kleinigkeiten starke Stimmungsschwankungen und negative Gedanken bei Ihnen auslösen?

  • Neigen Sie dazu, sich selber fertig zu machen und sich sowie alles, was dazu gehört, so richtig gründlich zu hassen?

  • Ist es schwierig für Sie alleine zu sein, aber mit den Partnern klappt es auch nicht richtig?

  • Und wie gehen Sie mit Krisensituationen um? Lösen Sie diese mit Alkohol, Drogen, Selbstverletzungen, Fressanfällen oder Hungerphasen?

 

Kennen Sie das alles oder manches? Dann könnte der Gutshof für Sie das richtige Angebot sein!

 

Hier können Sie Fertigkeiten erlernen, um einen neuen Weg zu gehen und nicht mehr in den alten Verhaltensmustern gefangen zu sein.

 

Sie wünschen sich:

  • Menschen, die verstehen was mit Ihnen los ist

  • Spannung zu reduzieren

  • Gefühle zu regulieren

  • sich durchzusetzen

  • Probleme zu lösen

  • Krisen zu bewältigen

  • Ihren Selbstwert zu verbessern

  • sich selbst und die Welt in der Sie leben ein wenig mehr anzunehmen, so wie sie ist

  • und Ihren Platz im Leben zu finden

 

Der Gutshof ist NICHT passend für Sie, wenn Sie:

  • nichts an Ihrer Lebenssituation verändern wollen

  • sich aktuell nicht von Drogen lösen können und wollen

  • Sie vor weniger als 3 Monaten einen Suizidversuch unternommen haben

  • massive, andauernde und unkontrollierbare Impulse zur Selbstverletzung haben und daran nichts ändern möchten

  • aktuell eine psychotische Störung haben

  • wenn Sie nicht mit anderen Menschen zusammenleben können bzw. wollen

  • gravierende Gewalttaten gegenüber anderen verübt haben (vor allem auch sexualisierte Gewalt)

  • pflegebedürftig sind

Zielgruppe

Erwachsene, vorwiegend Frauen mit folgenden Diagnosen:

  • Persönlichkeitsstörungen, z.B. Borderline-Typus

  • Neurotische Erkrankungen, z.B. Angststörung, Zwangsstörung

    • Begleitdiagnosen, z.B. PTBS, depressive Erkrankungen, Essstörungen, Suchterkrankungen

  • Diagnoseunabhängig ist unseren BewohnerInnen gemeinsam:

    • Störungen der Emotionsregulation

    • belastende Biographie (z.B. Traumata, frühere lebensbedrohliche Situationen, schwere Verluste, familiäre Belastungen)

    • unterschiedliche therapeutische Vorerfahrung und daraus resultierende unterschiedliche Entwicklungsniveaus

 

Ausschlusskriterien sind:

  • mangelnde  Therapiemotivation

  • akute Drogenabhängigkeit

  • akute Suizidalität

  • massive, andauernde und  unkontrollierbare Impulse zur Selbstverletzung

  • akute psychotische Störungen

  • massive und andauernde Störungen der Gemeinschaftsfähigkeit

  • wesentliche Intelligenzminderung

  • ausgeübte gravierende Gewalttaten, vor allem sexualisierte Gewalt

  • Pflegebedürftigkeit

               

Unser Angebot – Therapie und Programm

 

Therapie

Der Aufenthalt am Gutshof richtet sich nach dem individuellen Bedarf, dauert jedoch meist nicht länger als 3 Jahre.

Der Aufenthalt gliedert sich in 3 Phasen:

1. Commitmentphase (ca. 6-8 Wochen)   

Problemverhalten analysieren, Klärung der Motivation,
Aufbau einer tragfähigen Arbeitsbeziehung, Zielformulierung, Hilfeplanung

2. Stabilisierungsphase (ca. 1-2 Jahre)

Arbeit an den individuellen Zielen

3. Auszugsphase
Planung des weiteren Lebensweges und Umsetzung der ersten Schritte

 
Das Programm

Jede Bewohnerin nimmt von Montag bis Freitag an unserem Wochenprogramm teil. Wichtig ist uns eine ganzheitliche Unterstützung in allen Lebensbereichen.

 

Ein Schwerpunkt unserer therapeutischen Haltung bildet hierbei die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT). 

 

Folgende Einzelangebote finden bei uns statt:

  • Wöchentlich Einzelgespräche mit dem Bezugsbetreuer. Hier laufen alle Fäden des Entwicklungssprozesses zusammen

  • Einzelergotherapie mit dem Fokus auf den harmonischen Ausgleich der drei Performance-Komponenten Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit (nach dem CMOP-E-Modell)

  • Einzelhauswirtschaft (nach Bedarf)

  • Einzelskillstraining (nach Bedarf)

  • Kurzfristige Einzelkontakte für Organisatorisches und Probleme des Alltags

  •  „Tagesbilanz“ (in den ersten 4 Wochen als Gesprächsangebot am Abend um den Einstieg in das neue Lebensumfeld zu erleichtern)

Folgende Gruppenangebote finden bei uns statt:

  • Hausversammlung mit Wochenplan

  • Skillsgruppen (Vermittlung von Fähigkeiten um dysfunktionales Verhalten durch gesundes/funktionales Verhalten ersetzen zu können und das Verhaltensrepertoire zu erweitern)

  • Stabilisierungsgruppen

  • Wochenausklang

  • Achtsamkeitsgruppe/-training

  • Bewegungsangebote

  • Gemeinsam Feste feiern

 

Ausblick – Wie geht es weiter?

Nach dem Auszug aus der stationären Wohngruppe am Gutshof bieten wir unseren Bewohnerinnen die Möglichkeit im Betreuten Wohnen in der eigenen Wohnung ihre erlernten Fertigkeiten im Alltag zu erproben.

Bereits während der Zeit am Gutshof unterstützen wir bei den notwendigen Vorbereitungen für diesen neuen selbstständigeren Lebensabschnitt.

Rund um den Gutshof – Lage und Ausstattung

 

Der Gutshof ist im Schlosspark des Psychiatrischen Krankenhauses in Werneck zu finden. Durch seine ruhige Lage im Grünen bietet er den Bewohnerinnen die nötige äußere Ruhe, um auch innerlich zur Ruhe zu finden. Die Nähe zum Schlosspark lädt außerdem zu ausgedehnten Spaziergängen in der Natur ein.

 

Vielseitige Einkaufsmöglichkeiten und Cafés sind in ca. 10-15 Minuten gut zu Fuß erreichbar. Der nächstgelegene Bahnhof ist in ca. 20 Gehminuten vom Gutshof entfernt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Einrichtung besteht aus 2 Häusern in denen jeweils die Bewohnerzimmer sowie Gruppen- und Funktionsräume untergebracht sind. Zudem lädt die großzügige Terrasse vor Haus II zum gemütlichen Beisammensitzen ein.

 

Der hauseigene Garten bietet Erfahrungsmöglichkeiten mit eigenem Gemüseanbau und kann zudem als ungestörter Rückzugsort in der Natur genutzt werden.

 

Wie funktioniert das Aufnahmeverfahren?

 

Schritte des Aufnahmeverfahrens für Leistungsberechtigte nach SGB XII (Sozialhilfe) oder Selbstzahler:

  1. Telefonische Kontaktaufnahme
    In einem ersten Telefonat werden Eckdaten (passende Diagnose, Therapiemotivation, Lebenssituation, zuständiger Kostenträger usw.)  besprochen.

  2. Zusenden von aktuellen Arzt- und Sozialberichten

  3. Vereinbarung eines Vorstellungsgespräches
    Im Vorstellungsgespräch hat die KlientIn die Möglichkeit, sich einen Eindruck von der Einrichtung zu verschaffen.  Der persönliche Austausch mit mindestens einer hier lebenden Bewohnerin ist miteingeschlossen.

  4. Entscheidung

       Eine Aufnahme in unsere Einrichtung ist dann möglich, wenn sich beide Seiten eine Zusammenarbeit vorstellen können.

   5. Beantragen der Kostenübernahme

       Wenn die beiderseitige Entscheidung für eine Aufnahme getroffen ist, beantragen Sie bitte die Kostenübernahme beim Bezirk Unterfranken

       oder dem für Sie zuständigen überörtlichen Sozialhilfeträger.

 

Nach Vorliegen der Kostenzusage ist der Einzug am Gutshof möglich.

 

Interessenten zwischen 18 und 21 Jahren, für die das Jugendamt (SGB VIII) zuständig ist, wenden sich bitte an das für sie zuständige Jugendamt zur Bedarfs- und Kostenklärung. 

Unser Gutshof-Team

 

 

 

 

 

Das Team des Gutshofs besteht aus dem Tagdienst und der Rufbereitschaft für die Nacht.  Der Tagdienst ist werktags von 8:00 – 19:00 Uhr sowie am Wochenende und feiertags von 10.00 – 15.00 Uhr vor Ort. Außerhalb dieser Zeiten steht ein Mitarbeiter der Rufbereitschaft zur Verfügung.

Unser Team im Tagdienst setzt sich zusammen aus:

  • 3 SozialpädagogInnen

  • 2 Hauswirtschafterinnen

  • 1 Ergotherapeutin

 

Unsere Rufbereitschaft besteht aus 4 erfahrenen Psychiatrie-Krankenschwestern und Pflegern.

 

Kontakt und Anfahrt

 

Kontakt

Übergangseinrichtung „Der Gutshof“

Balthasar-Neumann-Platz 1

97440 Werneck

Tel.: 09722/94 60 15

Fax: 09722/ 94 60 74

e-mail: gutshof@aufwind-ev.de

 

Rufbereitschafts-Nummer: 0160-91947873

(Notfall-Nummer für unsere BewohnerInnen in der Nacht oder am Wochenende)

Anfahrt

                                                                   

Mit dem Auto:

Auf der A7 die Ausfahrt Werneck nehmen. Innerhalb des Ortes vor der Sparkasse links abbiegen. Dann fahren Sie direkt auf das Schloss zu.  Vor dem Schloss nach rechts abbiegen, und der Straße folgen bis zur Pforte des Psychiatrischen Krankenhauses auf der linken Seite.

An der Pforte geben Sie an, dass sie zur Übergangseinrichtung „Der Gutshof“ möchten. Dann können sie die Schranke passieren und bekommen den genauen Weg zum Gutshof vom Pförtnerdienst erklärt.

Mit dem Zug:

Der nächst gelegene Bahnhof befindet sich in Waigolshausen (Achtung: nicht alle Züge zwischen Schweinfurt und Würzburg halten hier!).

Folgen sie anschließend der Straße nach rechts am Bahnhofsgebäude vorbei, bis diese nach einer links Biegung auf die Landstraße trifft (ca. 500 m).

Hier führt ein ca. 1,5 km langer Rad-/Fußweg (links der Straße) nach Werneck. Vor dem Ortschild Werneck führt ein Feldweg bis zu einem Tor in der Schlossmauer. Wenn Sie das Tor passiert haben, ca. 300m gerade aus der Straße folgen bis Sie die Häuser des Gutshofes erreichen.

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
Blick vom Gutshof
Gutshof Haus II
Gutshof Haus I
Unser Garten
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DER GUTSHOF

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  • Haben Sie das Gefühl, dass Sie nicht dazu gehören? [...]

Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann könnte der Gutshof für Sie das richtige Angebot sein!

  • Der Gutshof - soziotherapeutische Übergangseinrichtung für Menschen mitPersönlichkeitsstörungen und/oder Begleit-diagnosen

 

Stefan Rehm

Dipl. Sozialpädagoge

gutshof@aufwind-ev.de

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Der Aufwind e. V. 

Der Verein Aufwind e.V. wurde im März 1995 gegründet und hat mittlerweile 100 Mitglieder. Sein Ziel ist, die gemeindenahe psychiatrische Versorgung chronisch psychisch kranker Menschen im Raum Werneck zu verbessern, und somit die Lebensqualität der Betroffenen zu erhöhen.

Fazit unserer Bemühungen:

Viele unserer Klienten sind heute weitaus psychisch stabiler und zufriedener, als sie es zuvor waren. Daher wird es auch weiterhin unser oberstes Ziel sein, die Wohn-, Beschäftigungs- und Freizeitangebote für psychisch Kranke und Behinderte auszubauen.

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Aufwind e. V. Werneck